Die Publikation
Im Jahr 2030 begeht der Orden vom Goldenen Vlies, 1430 von Herzog Philipp dem Guten gestiftet, sein 600-jähriges Bestehen. Dieses Buch, das derzeit entsteht, wird sechs Jahrhunderte europäischer Geschichte aus dem Blickwinkel des Ordens neu betrachten.
Angelegt ist es als Referenzwerk: rund 400 Seiten, etwa 120.000 Wörter und rund 400 Abbildungen, viele davon bislang unveröffentlicht.
Der rote Faden
Im Mittelpunkt des Buches steht der geopolitische Anspruch Philipps des Guten: ein mächtiger burgundischer Staat, der das alte Königreich Lotharingien wiederherstellen und die Nordsee mit dem Mittelmeer verbinden sollte.
Die Collane des Goldenen Vlieses war das vornehmste diplomatische Werkzeug dieses Vorhabens. Neben strategischen Heiraten und, wo nötig, militärischer Gewalt band sie den Hochadel an den burgundischen Staat.
Das Buch verfolgt diese Geschichte von der Zeit des ungeteilten Ordens bis zu seiner Spaltung zu Beginn des 18. Jahrhunderts in einen österreichischen und einen spanischen Zweig. Beide bestehen bis heute nebeneinander.
Im selben Jahr begeht das Königreich Belgien sein zweihundertjähriges Bestehen. Das Buch vertritt die These, dass Belgien keine künstliche Schöpfung der Großmächte auf der Londoner Konferenz war, sondern seine Wurzeln tief in der Vereinigung der burgundischen Länder hat.

Inhalt
Die Essays werden den Orden von seinen burgundischen Anfängen bis in die Gegenwart verfolgen. Zu den Themen gehören:
- 15. Jahrhundert
- Der burgundische Staat Philipps des Guten und Karls des Kühnen und der Orden als Instrument, den Hochadel an ihn zu binden.
- 15.–16. Jahrhundert
- Das Wesen des Ordens unter den Habsburgern, von Maximilian bis zu Karl V. und Philipp II.
- 16.–17. Jahrhundert
- Loyalitätskrisen im Aufstand der Niederlande und in den Religionskriegen.
- 18. Jahrhundert
- Die Spaltung in einen österreichischen und einen spanischen Zweig nach dem Tod Karls II. von Spanien im Jahr 1700.
- Frühes 19. Jahrhundert
- Das napoleonische Zwischenspiel.
- 19.–20. Jahrhundert
- Die Stellung des Ordens in der österreichisch-ungarischen Monarchie.
- Nach 1918
- Sein Fortbestehen nach dem Ende der Monarchien.
- 20. Jahrhundert
- Seine Gegnerschaft zum Nationalsozialismus.
- Heute
- Seine Entwicklung zu einem Verdienstorden in Spanien und zu einer dynastischen Bruderschaft in Österreich.
Die Herausgeber
René Vermeir
Universität Gent
Wissenschaftlicher Herausgeber
Sonja Dünnebeil
Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien
Wissenschaftliche Herausgeberin
Die Verlage
Das Buch erscheint bei Lannoo und Marot im Rahmen eines internationalen Verlagskonsortiums.
Unter der Leitung der Herausgeber entstand ein sorgfältig durchdachter Plan von 15 thematischen Essays, verfasst von rund 20 Historikerinnen und Historikern aus 9 europäischen Ländern. Die Essays werden den neuesten Forschungsstand wiedergeben und sich in Sprache und Stil an eine breite, gebildete Leserschaft richten.

Der Band
Wissenschaftliche Essays werden den Weg des Ordens in die großen politischen, sozialen, dynastischen und religiösen Umbrüche einordnen, die den Kontinent geprägt haben.
- Format
- Ein großformatiger, reich bebilderter Kunstband
- Umfang
- Rund 400 Seiten und 120.000 Wörter
- Abbildungen
- Rund 400, viele davon bislang unveröffentlicht, aus privaten und öffentlichen Sammlungen, darunter die Kaiserliche Schatzkammer Wien
- Essays
- 15 thematische Essays
- Autoren
- Rund 20 Historikerinnen und Historiker aus 9 europäischen Ländern
- Herausgeber
- René Vermeir (Universität Gent) und Sonja Dünnebeil (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien)
- Sprachen
- Sechs zeitgleich erscheinende Ausgaben: Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Niederländisch und Ungarisch
- Erscheinungstermin
- Ende 2029
Sechs Sprachen
Das Buch wird gleichzeitig in sechs Sprachen erscheinen: Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Niederländisch und Ungarisch.
